Positive Intelligence: Mentale Fitness für Beruf und Alltag

„Your mind can be your best friend. But it can also be your worst enemy.“ Positive Intelligence ist ein siebenwöchiges, app-gestütztes Trainingsprogramm für mentale Fitness. Kathleen Schütz begleitet Sie dabei als Coach, damit aus Übungen Gewohnheiten werden.

Was ist Positive Intelligence?

Positive Intelligence, kurz PQ®, ist ein Konzept und Trainingsprogramm des Stanford-Dozenten und Autors Shirzad Chamine, herausgegeben von Positive Intelligence, Inc. Es wurde nicht von mir entwickelt; ich setze es als Coach ein, weil es eine Lücke schließt, die klassisches Coaching allein oft offen lässt: Einsicht ist da, aber im Alltag greift trotzdem das alte Muster.

Die Grundidee: Mentale Fitness lässt sich trainieren wie körperliche Fitness. Nicht durch Wissen, sondern durch kurze, tägliche Übung. Das Programm misst, wie viel Zeit Ihr Kopf auf Ihrer Seite arbeitet und wie viel gegen Sie, und verschiebt dieses Verhältnis Schritt für Schritt.

Wie beeinflussen innere Saboteure unser Verhalten?

Jeder kennt die innere Stimme, die zu Selbstkritik, Perfektionismus, Vermeidung oder Kontrolle drängt. Im Positive-Intelligence-Modell heißen diese Muster Saboteure. Sie sind in der Kindheit entstanden, um uns zu schützen, und arbeiten im Erwachsenenleben oft gegen uns: Sie erzeugen Stress, Druck und Zweifel, gerade dann, wenn wir klar denken müssten.

Typische Beispiele aus dem Coaching: Die Führungskraft, die jede Entscheidung dreimal absichert und deshalb nie entscheidet. Die Unternehmerin, die alles selbst macht, weil delegieren sich wie Kontrollverlust anfühlt. Der Manager, der nach jedem Meeting im Kopf nachverhandelt, was er hätte sagen sollen.

Sage und Saboteure im Positive-Intelligence-Modell

Dem Richter, dem zentralen Saboteur, und seinen Komplizen stellt das Modell den Sage gegenüber: den Teil in uns, der ruhig, neugierig und handlungsfähig bleibt. Der Sage arbeitet mit fünf Kräften: Empathie, Erkunden, Innovation, Navigation und Aktivierung. Das Training stärkt den Zugang zu diesen Kräften, indem es die Saboteure erst sichtbar macht und dann entmachtet.

Im Coaching ist dieses Modell eine gemeinsame Sprache: Statt „Ich bin halt so“ sprechen wir über „Da meldet sich mein Kontrolleur“, und damit wird das Muster bearbeitbar.

Die zehn Saboteure

Neben dem Richter, der jeden von uns begleitet, beschreibt das Modell neun Komplizen. Meist sind zwei oder drei davon bei einem Menschen besonders aktiv.

Der Richter

Der Meister-Saboteur, den jeder kennt: verurteilt Sie selbst, andere und die Umstände, hält Sie nachts wach mit dem, was schiefgehen könnte, und aktiviert alle weiteren Saboteure.

„Das hättest du besser wissen müssen.“

Vermeider

Weicht Unangenehmem und Konflikten aus und konzentriert sich übermäßig auf das Angenehme.

„Das regelt sich schon von selbst.“

Kontrolleur

Muss Situationen und Menschen im Griff haben und wird ungeduldig, wenn das nicht gelingt.

„Wenn ich es nicht mache, macht es keiner richtig.“

Leistungsgetriebene

Macht den Selbstwert von ständiger Leistung abhängig. Der letzte Erfolg zählt schnell nicht mehr.

„Ich bin, was ich schaffe.“

Hyperrationale

Verarbeitet alles ausschließlich über den Kopf, auch Beziehungen, und wirkt dadurch distanziert.

„Gefühle bringen uns hier nicht weiter.“

Hyperwachsame

Lebt in ständiger Anspannung darüber, was alles schiefgehen könnte.

„Irgendetwas übersehe ich bestimmt.“

Gefallsüchtige

Sucht Anerkennung durch Helfen und Gefallen und verliert die eigenen Bedürfnisse aus dem Blick.

„Hauptsache, alle sind zufrieden.“

Rastlose

Ständig auf der Suche nach dem nächsten Reiz und selten mit dem Moment zufrieden.

„Was kommt als Nächstes?“

Perfektionist

Übertreibt Ordnung und Genauigkeit und ist unzufrieden, wenn nicht alles stimmt.

„So kann das nicht raus.“

Opfer

Gewinnt Aufmerksamkeit über schmerzhafte Gefühle und richtet den Blick nach innen auf das, was fehlt.

„Warum passiert das immer mir?“

Welche Saboteure bei Ihnen am stärksten wirken, zeigt der kostenlose Saboteur-Test des Anbieters in etwa zwei Minuten: Saboteur-Test auf positiveintelligence.com. Er ist ein guter Ausgangspunkt für unser Erstgespräch.

Das Positive-Intelligence-Programm

Das Programm des Anbieters dauert sieben Wochen; mein Coaching begleitet Sie parallel dazu. Jede Woche hat ein Fokusthema:

  • Woche 1, Selbstführung und PQ Reps: eine tägliche Routine kurzer Übungen, die vom Autopiloten in die bewusste Steuerung führt
  • Woche 2, der Richter: den zentralen Saboteur erkennen, seine Wirkung erleben und ihn beim Auftauchen benennen
  • Woche 3, die Komplizen: Ihre stärksten Saboteure verstehen und für jeden einen konkreten Gegenschritt einüben
  • Woche 4, Empathie: die erste Sage-Kraft, für sich selbst und für andere
  • Woche 5, Sage-Perspektive, Erkunden und Innovation: jede Situation als Möglichkeit sehen und neue Optionen entwickeln
  • Woche 6, Aktivieren: klar, fokussiert und entschieden handeln
  • Woche 7, Navigieren und Transfer: entscheiden, was wirklich zählt, und alle fünf Sage-Kräfte im Alltag verbinden

Vier Bausteine tragen das Programm über die sieben Wochen:

App-gestütztes Training

Wöchentlich ein Video mit dem Fokusthema der Woche, täglich kurze Übungseinheiten in der App, dazu der Saboteur-Test zu Beginn, der zeigt, welche Muster bei Ihnen am stärksten wirken.

Mentale Übungen

Sogenannte PQ Reps: Aufmerksamkeitsübungen von etwa zehn Sekunden, mehrmals täglich. Sie lassen sich zwischen zwei Meetings einbauen und bilden mit der Zeit neue Gewohnheiten.

Coaching und Reflexion

Begleitende Coaching-Gespräche mit mir, in denen wir das Erlebte auf Ihre konkreten Situationen beziehen: Welcher Saboteur war im Gespräch gestern aktiv, und was wäre die Sage-Perspektive gewesen?

Transfer in den Alltag

Ziel ist nicht, die App zu beherrschen, sondern im Alltag anders zu reagieren. Deshalb arbeiten wir von der ersten Woche an mit echten Situationen aus Ihrem Beruf.

Für wen eignet sich Positive Intelligence?

Für Menschen, die verstanden haben, was sie anders machen wollen, und die es trotzdem nicht tun. Für alle, bei denen Selbstkritik, innere Antreiber oder negative Gedankenschleifen Energie kosten. Und für alle, die eine Methode wollen, die in den Alltag passt: wenige Minuten am Tag statt einer weiteren Aufgabe auf der Liste.

Weniger geeignet ist das Programm, wenn Sie aktuell in einer akuten Krise stecken. Dann ist ein Gespräch der bessere erste Schritt, zum Beispiel über Klarheit sofort.

Positive Intelligence für Führungskräfte

Führungskräfte profitieren doppelt: Die eigenen Saboteure zu kennen macht gelassener in Entscheidungen und Konflikten. Und wer die Muster bei sich kennt, erkennt sie auch im Team, und kann anders darauf reagieren. Viele meiner Klient:innen berichten, dass sich zuerst die Qualität ihrer Mitarbeitergespräche verändert.

Der Anbieter berichtet aus einer eigenen Befragung von mehr als 2000 Teilnehmenden nach sieben Wochen Training: 91 Prozent gehen besser mit Stress um, 90 Prozent setzen ihre mentale und emotionale Energie wirksamer ein, 84 Prozent kommen besser mit Konflikten zurecht und 97 Prozent geben an, empathischer geworden zu sein. Diese Zahlen stammen von Positive Intelligence, Inc., nicht aus meiner eigenen Erhebung.

Positive Intelligence und Business Coaching

Positive Intelligence ersetzt kein Coaching, es ergänzt es. Im Business Coaching klären wir Ihr Anliegen, Ihre Rolle und Ihre Entscheidungen. Positive Intelligence trainiert die mentale Grundlage, damit Sie das Geklärte auch unter Druck umsetzen. Beides lässt sich kombinieren oder nacheinander nutzen.

Wer die Begleitung übernimmt: Ich bin Kathleen Schütz, Professional Certified Coach (PCC, ICF) und seit fast 20 Jahren im Training und Coaching. Ich arbeite mit dem Positive-Intelligence-Modell, bin aber keine vom Anbieter zertifizierte PQ-Coach. Das Programm mit App und Videos buchen Sie direkt bei Positive Intelligence, Inc.; ich begleite Sie im Coaching dabei, das Gelernte in Ihren Alltag zu übertragen. Mehr über meinen Hintergrund.

FAQ

Häufige Fragen zu Positive Intelligence

Wie viel Zeit brauche ich pro Tag?

Rechnen Sie mit etwa 15 Minuten täglich für die PQ Reps in der App, verteilt über den Tag, plus rund eine Stunde pro Woche für das Video. Die Coaching-Gespräche kommen dazu und werden individuell vereinbart.

Brauche ich Vorkenntnisse in Meditation oder Achtsamkeit?

Nein. Die Übungen sind bewusst kurz und alltagstauglich, sie brauchen keinen ruhigen Raum und keine Vorerfahrung. Wer bereits meditiert, findet vertraute Elemente wieder.

Läuft das Programm online?

Ja. Die App und die Videos nutzen Sie überall. Die begleitenden Coaching-Gespräche finden per Video statt oder, wenn Sie in der Nähe sind, persönlich im Raum Landshut.

Ist Positive Intelligence ein Angebot von Kathleen Schütz?

Nein. Positive Intelligence ist ein Programm von Shirzad Chamine und seinem Unternehmen Positive Intelligence, Inc. Die App, die Videos und der Saboteur-Test stammen vom Anbieter, das Programm buchen Sie dort; PQ ist dessen eingetragene Marke. Ich bin keine vom Anbieter zertifizierte PQ-Coach. Ich biete das begleitende Coaching an, in dem wir das Modell auf Ihre konkreten Situationen anwenden.

Nächster Schritt

Positive Intelligence mit Kathleen Schütz kennenlernen

Im Erstgespräch klären wir, ob das Programm zu Ihrem Anliegen passt und wie die Begleitung aussehen kann. Unverbindlich, telefonisch oder per Video.